Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Bielefeld Matthäuskirche

Partnerschaftbegegnung Kliment-Gemeinde - Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde

Od 11. do 13. října 2019 nás navštívili vaši přátelé z Klimentské komunity v Praze. V komunitě Dietrich-Bonhoeffer zůstal přes noc v hostských rodinách, trochu se seznámil s Bielefeldem, diskutoval s námi, vytvořil hudbu a sledoval starou přátelství. Těšíme se na pokračování tohoto krásného hráče v roce 2020!

Unsere Freunde aus der Kliment Community in Prag besuchten uns vom 11. bis 13. Oktober 2019. In der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde übernachteten sie in den Gastfamilien, lernten Bielefeld ein wenig kennen, diskutierten mit uns, schufen Musik und vertieften alte Freundschaften. Wir freuen uns darauf, diesen schönen Kontakt im Jahr 2020 fortzusetzen!

"Wir müssen jetzt leider wieder nach Hause fahren! Kommt ihr?"

Antwort: "Ihr könnt ja gerne fahren. Wir bleiben hier! Schreibt eine Entschuldigung für die Schule, dass wir nicht kommen!"

"Kindermund tut Wahrheit kund", so sagt der Volksmund und in diesem Fall kann man da nur zustimmen.

Welch ereignisreiche Tage der Begegnung mit unseren Partnern (7 Erwachsene und 6 Kinder) aus der Klimentgemeinde in Prag haben wir in unserer Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde erlebt!

Da gab es am Samstag nicht nur ein wunderbares Konzert "Musik macht Kirche", das seinem Thema alle Ehre machte und die Zuhörer begeisterte. Der Posaunenchor unter der Leitung von Sonja Ramsbrock und unsere vielfältigen Prager Künstler (Orgel, Geige, Querflöte, Cello, Gesang), allen voran die Organistin und Kirchenmusikerin Jiřína Dvořáková, hatten ein faszinierendes Konzertprogramm zusammengestellt. Als Überraschung gab es dazu einen Gesangbeitrag der Kinder der Klimentgemeinde, der alle Anwesenden besonders berührte. Die Partnerschaft Kliment - Dietrich-Bonhoeffer war mit allen Stimmen erlebbar! Das zeigte auch der anschließende Gemeindeempfang, der mit Essen und Getränken vom Posaunenchor unterstützt von weiteren Gemeindemitgliedern vorbereitet worden war. Gespräche, neue Kontakte, irische Musik und Begegnungen der vielfältigsten Art belebten den Abend und überwanden alles Unbekannte. Zu kurz der Abend für mehr!

Aber es gab ja auch noch den Sonntag mit dem Gottesdienst "Suchet der Stadt Bestes". Eingerahmt in eine gefühlvolle, mitnehmende musikalische Gestaltung unserer deutsch-tschechischer Künstler*innen stand die Dialogpredigt von Pfr. David Balcar aus Prag und Pfr. i.R. Christoph Diestelhorst zu Jeremia 29 "Suchet der Stadt Bestes": Blickwinkel auf dieses Thema aus Prag und Bielefeld bildeten den Mittelpunkt der Predigt: Welche Bedeutung hat das Leben und Handeln christlicher Gemeinden für die Entwicklung von Stadt und Land. Welche Herausforderungen im Auftrag biblischer Botschaft werden ihnen gestellt, z. B. der Klimawandel, wehret dem Rechtsradikalismus, menschenwürdige Standhaftigkeit im Bezug auf Fremde und Fremdes.

"Gemeinde im Gespräch", das Kirchkaffee nach dem Gottesdienst, eröffnete einen regen Austausch zu der Bedeutung unserer Gemeindepartnerschaft Prag 2.0. Bemerkenswert ist, dass in dem regen Gedankenaustausch die enger werdenden Kontakte durch die nachwachsende Generation junger Familien als besonders ermutigende Perspektive hervorgehoben wurden. Die Kinder waren es, - natürlich unterstützt durch ihre Eltern - die sich sehr schnell zu Hause fühlten und den Aufenthalt in den Gastfamilien, beim Besuch in Olderdissen und den intensiven gemeinsamen Spielen im Spielebereich des Dietrich-Bonhoeffer-Zentrums zu ‚ihrem‘ Aufenthalt machten. Im gemeinsamen Mittagessen - begleitet von einem kleinen Kammerkonzert unter Leitung von Manuel Köhring - und dem Reisesegen des Posaunenchores zum Abschied vor der Matthäuskirche konnte man noch einmal die Begeisterung und die gemeinsame Verbundenheit für die Zukunft spüren.

 Euch allen, die ihr zum außergewöhnlichen Gelingen dieser Begegnung in den vielfältigsten Formen beigetragen habt, möchte ich auch auf diese Weise noch einmal herzlichst im Namen der Vorbereitungsgruppe Dank sagen!

Lasst uns die Impulse, die wir erlebt haben, aufnehmen und weitertragen in eine hoffnungsvolle Zukunft!

Es geht weiter!

Wer dabei sein möchte, melde sich! (bi-kg-bonhoeffer@kk-ekvw.de)

 

Christoph Diestelhorst

Von der Moldau an die Lutter! Partnerschaftsbesuch der Kliment-Gemeinde, Prag in Bielefeld

 Im Oktober schlagen wir eine neue Seite unserer Partnerschaft mit der Kliment-Gemeinde in Prag schlagen auf. Vom 11.-14. Oktober reist eine 16-köpfige Gruppe von der Moldau an die Lutter, d.h. aus der Kliment-Gemeinde zu uns in die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde. 7 Familien mit ihren Kindern und David Balcar, Pfarrer der Gemeinde, werden dann von Freitag bis Montag in unserer Gemeinde sein. Die Vorbereitungen dazu haben schon im Oktober 2018 mit unserem Partnerschaftsbesuch in Prag begonnen. Dort wurden konkrete Verabredungen für die weitere Zukunft dieser sehr langen Partnerschaft zwischen unseren beiden  Gemeinden getroffen. Ganz konkret wurde u. a. verabredet, dass es jährlich gegenseitige Partnerschaftsbesuche geben wird. Damit sollen die gemeinsamen Verbindungen vertieft und intensiviert werden. Dabei geht es besonders auch darum, junge Menschen für die Partnerschaft zu interessieren und zur Teilnahme zu gewinnen.

 Mit unserem Besuch im Oktober 2018 in Prag haben wir einen guten Anfang gemacht. Von den 12 Teilnehmer*innen waren 6 jüngere Mitglieder des Posaunenchores, die neben den inhaltlichen Gesprächen einen besonderen Schwerpunkt auf der musikalischen Zusammenarbeit mit den vielen Musikern der Kliment-Gemeinde.

Unsere Posaunenchorleiterin Sonja Ramsbrock und Jiřiná Dvořáková, Organistin der Gemeinde, fanden sofort einen engen Kontakt zueinander und ließen in Prag die bewundernswerten Fähigkeiten ihrer Musiker u. a. in einem Konzert im weltberühmten Loretta-Kloster erstrahlen. Damit war eine wichtige Gemeinsamkeit gefunden, die in der konkreten Planung eines Konzertes am Samstag, 12.10. um 17.00 Uhr in unserer Matthäuskirche mündete. Posaunenchor, Jiřiná Dvořáková an der Orgel und weitere Musiker werden dieses hochwertige Konzert gestalten.

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen stehen in diesen Tagen natürlich auch kleine touristische Besonderheiten auf dem familienfreundlichen Programm. Besonders froh sind wir darüber, dass es geglückt ist, Familien zu gewinnen, die unsere Gäste beherbergen. 

Und natürlich wird es - wie es schon in Prag Tradition ist - einen gemeinsam gestalteten Gottesdienst am Sonntag, 13.10. um 10.30 Uhr in der Matthäuskirche geben. Er wird das Thema "Suchet der Stadt Bestes" haben. Neben einer Dialogpredigt, die David Balcar, Pfarrer der Kliment-Gemeinde, und Christoph Diestelhorst, Mitarbeitender in der Partnerschaftsgruppe, halten,  wird er natürlich auch einen musikalischen Schwerpunkt haben.

Das detaillierte Programm wird zeitnah im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum, der Matthäuskirche, den Schaukästen und der Homepage unserer Kirchengemeinde ( www.dietrich-bonhoeffer-gemeinde.de  Stichwort: Partnerschaften) veröffentlicht.  Bitte informieren Sie sich!

Wenn Sie Lust und Zeit haben, sich an dem Partnerschaftsbesuch zu beteiligen und bei einer der zahlreichen Programmpunkte mit einzubringen, dann melden Sie sich bitte im Gemeindebüro:

  • E-Mail :       bi-kg-bonhoeffer@kk-ekvw.de
  • Tel.:            0521 - 88 51 78

Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! 

Christoph Diestelhorst

Prag - Klimentgemeinde

Freske in der Klimentkirche in Prag - Foto Jan Splichal

Die Klimentkirche in Prag - Foto Jan Splichal

Gemeindepartnerschaft mit der Kliment-Gemeinde, Prag 

Die Kontakte zu den beiden Prager Gemeinden, nämlich der Kirche der „Böhmischen Brüder", der Kliment-Gemeinde in der Prager Altstadt und der Gemeinde Vršovice am Rande von Prag gehen auf die Impulse der Prager Friedenskonferenz auf dem Höhepunkt des Ost-West-Konfliktes (ca. 1961) zurück.

Die Eindrücke dieser Friedenskonferenz, an der auch friedensbewegte Bielefelder teilnahmen, führten über persönliche Kontakte nachhaltig zu dieser Gemeindepartnerschaft.

Zunächst wurden Besuche von Kleingruppen aus Bielefeld organisiert, auch mit dem Ziel, materielle Nöte in der sozialistischen Lebenswirklichkeit zu mildern. Darüber hinaus standen theologische Themen (u.a. Abendmahlsverständnis) im Vordergrund der Begegnungen. 

Unter den Bedingungen des Ost-West-Konfliktes war die Durchführung der Besuche stets ein Risiko. Begegnungen mit Gemeindegliedern konnten nicht öffentlich und nur privat stattfinden.

Antrieb für die Partnerschaft waren die Friedens- und Versöhnungsarbeit, theologische Diskussionen sowie solidarische Hilfe im kommunistischen System.

Es entwickelten sich intensive Beziehungen zu dem Prager Künstler Miroslav Rada aus der Gemeinde Vršovice und dem Fotokünstler Jan Šplíchal aus der Kliment-Gemeinde.

Die Bekanntschaft mit dem Prager Maler Miroslav Rada und dem Fotografen Jan Šplíchal führten ab 1986 u.a. in der früheren Matthäusgemeinde zu der Entscheidung, für ihre Kirche ein Altarwerk (Triptichon) in Auftrag zu geben und in der Bodelschwinghkirche zu dem Abendmahlsbild über dem Altar.

Die Kliment-Gemeinde ist eine Altstadtgemeinde mit einer mittelalterlichen Kirche mitten im Zentrum von Prag, nahegelegen an den vielen bekannten, bedeutenden Sehenswürdigkeiten Prags.

Nach der Wende (1989) folgten wiederholte, wechselseitige Gemeindebesuche mit Gruppen, sowie mehrere Ausstellungen der beiden Prager Künstler in Bielefeld.

Aktuelle Situation:

In den letzten Jahren gab es in zweijährigen Abständen gegenseitige Gemeindegruppenbesuche. Gesprächsthemen waren und sind u.a.: Erfahrungsaustausch über gemeindliche Entwicklungen, Fusionserfahrungen, Abendmahlsverständnis, Partnerschaftsentwicklungsmöglichkeiten, Austauschmöglichkeiten zwischen gemeindlichen Gruppe.

Durch die Großveranstaltung "Weite wirkt" unserer Ev. Kirche von Westfalen im Mai 2016, die im Vorfeld zum Lutherjubiläum stattfand, erhielt durch die Teilnahme einer Delegation aus der Kliment-Gemeinde die Partnerschaft neue Impulse. Eine junge Generation von Verantwortlichen der Gemeinde brachte neue Gedanken mit. Es folgten Besuche in Prag und Bielefeld, bei denen weitere Gedanken über die Zukunft ausgetauscht wurden. Es wurde verabredet, dass für die Zukunft folgende Themen in der Partnerschaft wichtig sein könnten:

1. Musik kann ein wichtiger "Brückenbauer" sein.

2. Arbeit/Angebot mit/fürJugend: gemeinsames Treffen
    • Fahrradtour
    • Flusswanderung (Kanu)

3. Thema "Versöhnung" ist noch nicht erledigt. Es gibt in Tschechien ein
    Wiedererstarken des  Nationalismus / Vertreibungsideologie. Die
    deutsch/tschechische Geschichte muss weiter besprochen und verarbeitet
    werden:
    • z.B. Reise durch Grenzgebiete mit Fachleuten

4. "Suchet der Stadt Bestes!" - Kirche in einer säkularisierten Welt.

Zu diesem Zweck gibt es die Partnerschaftsgruppe Kliment-Gemeinde, die an diesen Themen weiterarbeitet und eine nächste Begegnung in der Kliment-Gemeinde in der Zeit vom 12.-15.10.2018 vorbereitet.

Dietlinde Anger, Christoph Diestelhorst, Werner Matthes

Partnerschaftsreise zur Kliment-Gemeinde in Prag im Oktober 2018!

Von der Lutter an die Moldau 

Wir sind zurück - zurück von unserer Partnerschaftsreise zur Kliment-Gemeinde in Prag!

Vom 12.-15. Oktober reiste eine zwölfköpfige Gruppe unserer Gemeinde nach Prag, um die seit langem bestehende Partnerschaft mit neuem Leben zu füllen. Neben der Musik, - es fuhren sechs Mitglieder des Posaunenchores  mit - gab es auch einen inhaltlichen Gedankenaustausch über die gemeinsamen, verbindenden Themen unserer Gemeinden. So standen aktuelle theologische und politische Fragen im Mittelpunkt. Wir haben uns damit beschäftigt, welche Themen u. a. in der kommenden Zeit Inhalt unserer Treffen sein könnten:

·         Kirche in einer säkularisierten Welt - Suchet der Stadt Bestes

·         Vertreibung -Versöhnung (Welche Bedeutung hat Erinnerungsarbeit?)

·         Austausch über die Situation unserer Kirchengemeinden

·         Junge Familien in unserer Partnerschaft

·         Seid Willkommen! Flüchtlinge in unserer Gemeinde

 

Für den Gottesdienst am Sonntagmorgen, der das Thema "Wir singen" trug, war von Musikern beider Gemeinden in einem Workshop ein mitreißendes Programm für den Gottesdienst vorbereitet worden. Lesung und Fürbitten, vorgetragen von weiteren Mitgliedern unserer Gruppe, ergänzten den Gottesdienst. Welch ein Erlebnis!

Inhaltlich spielte in der Predigt das Siegel unserer Dietrich-Bonhoeffer-

Gemeinde, das die Symbole Bibel und Zeitung zeigt (siehe Kopfzeile dieser Homepage), eine bedenkenswerte Rolle. (Predigt siehe hier)

Zitat: "Stellt euch vor, zum Beispiel unsere Partnergemeinde aus Bielefeld, die haben auf ihrem Stempel keinen Engel, keine Glocke, kein Kreuz oder etwas Überirdisches, sondern Bibel und Zeitung. Wir wissen, dass wir beides bedenken müssen. Und wir wissen, was in der Welt geschieht." (Auszug aus d. Predigt)

Geprägt von großem, beiderseitigem Interesse auf Vertiefung der Partnerschaft, z.B. mit Musik sowie u. a. auch dem Thema "Familien im Alltag zwischen Kirche und Gesellschaft", wurden konkrete Verabredungen für das kommende Jahr getroffen:

vom 11. - 14. Oktober 2019 

wird es eine gemeinsame Partnerschaftsbegegnung

in unserer Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde

mit jungen Familien und Musikern der Kliment-Gemeinde geben.

 

Wir freuen uns auf die Begegnung und haben schon mit vorbereitenden Gedankenspielen begonnen!

 

Ein Augenzeug*innenbericht der Musiker des Posaunenchores erzählt dazu von den Eindrücken der Reise:                       (von Kathrin Bohrenkämper)

Gottes Blech in der goldenen Stadt

(Reiseprotokoll von den Teilnehmer*innen des Posaunenchors Sudbrack)

Fr.12.10. - 6:30 Uhr – Hauptbahnhof Bielefeld – Gleis 2

Sechs müde, aber gespannte Bläserinnen und Bläser spielen für Ruth Matthes ein Geburtstagsständchen.

Sa.13.10 - 15:30 Uhr - Loreto-Kloster, Hradschin - Prag

Unser „goldener Schall“ fällt von der Empore in den barocken Raum der Loreto-Kirche auf dem Hradschin. Gemeinsam mit der tschechischen Konzertorganistin Jirina Dvorakova musizieren wir Stücke von Bach und Mozart.

So.14.10. - 9:30 Uhr – St. Kliment-Kirche – Prag

Am Sonntag erklingt ein unsere Gemeinden verbindendes vierchöriges Gloria auf modernen Blech- und historischen Holzblasinstrumenten arrangiert von Michael Properius, einem Mitglied der Gemeinde.

Gelungener Gleichklang auf musikalischer und zwischenmenschlicher Ebene!

Wir freuen uns auf die Fortsetzung des partnerschaftlichen Austausches zwischen der Kliment-Gemeinde und der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde im Oktober 2019 in Bielefeld.

Ü Achtung Û

Am 20. Februar 2019 laden wir um 19.30 Uhr im Dietrich Bonhoeffer-Zentrum, Am Brodhagen 36 zu einer Informationsveranstaltung über diesen Partnerschaftsbesuch ein.

 

Christoph Diestelhorst

QUILMES/LAPLATA/ARGENTINIEN - neuer Flyer

In Buenos Aires
Quilmes und Florencio Varela liegen im Süden des Großraums Buenos Aires. Auf der Suche nach Arbeit lassen sich hier viele Arbeitslose aus dem Landesinneren und den nördlichen Nachbarstaaten nieder.
Sie leben auf besetztem Land, im Überschwemmungsgebiet und in großen Armutsquartieren.

Die um 1900 gegründete, ursprünglich deutschsprachige Ev. Gemeinde in Quilmes  und Florencio Varela sah sich durch die Verelendung großer Teile der argentinischen Gesellschaft in den letzten Jahrzehn-ten vor neuen Herausforderungen. Mit pro-fessioneller Kinder- und Elternbetreuung sowie Berufsausbildungsangeboten und Freizeitaktivitäten mit Jugendlichen versucht sie, auf die Nöte in der Umgebung einzuwirken.


Quilmes
Natalja, früher selbst Kindergartenkind in Quilmes, bringt ihre Tochter Priscila vertrauensvoll wieder in die Kindertagesstätte „Jardines Quilmes“.
Etwa 130 Kinder im Alter von drei Monaten bis sechs Jahren werden in den beiden Einrichtungen der Gemeinde „Los Angelitos“ und  „El Arca de los Niños“  
täglich 10 Stunden betreut. Außer Spielen und Lernen bedeutet das für die Kinder auch jeden Tag ein gesundes Mittagessen  in behüteter Umgebung.
Freiwillige aus Deutschland helfen regelmäßig bei der Kinderbetreuung. Der Kon-takt zur Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Bielefeld besteht seit über 20 Jahren, begründet durch Studienaufenthalte in Buenos Aires von Mitgliedern der früheren Matthäusgemeinde.

Florencio Varela
Auch die Mütter machen gemeinsam neue Erfahrungen bei Gesprächen, Handarbeiten und Informationsaustausch. Sie erhalten durch geschulte Psychologen Hilfe bei Erziehungsproblemen und tragen vielfältig zur Gestaltung des Jahresablaufs der Kindertagesstätte bei.
Spielend lernen die Schulkinder - hier beim Backen.
Die Musikband stärkt das Selbstvertrauen der Jugendlichen.

„Die Kinder sollen sich bei uns angenommen fühlen und voller Vertrauen ihre Fähigkeiten entdecken und Selbständigkeit  entwickeln.“ - Claudia Lohff-Blatezky, Leiterin der Kinder-tagesstätte „Jardines Quilmes“

Gemeindeversammlung zur Kirchenwahl am 24.11. 2019

Wir laden Sie herzlich ein, sich am Sonntag, den 24.11.2019 nach dem Gottesdienst bei einer Gemeindeversammlung über die Möglichkeiten zu informieren, wie Sie selbst bei der Kirchenwahl kandidieren können bzw. eine andere Person vorschlagen können. Herzlich willkommen. 

Besuch der Klimentgemeinde, Prag in der DBG vom 11. -14.10.2019

Mitte November besuchten uns 7 Familien aus der Klimentgemeinde gemeinsam mit Pfarrer Balcar.
Näheres zum Besuch  finden Sie hier.

Der Seniorenfrühstückstreff ist umgezogen!

Ab dem 5. September trifft sich der Seniorenfrühstückstreff vierzehntäglich donnerstags nicht mehr im Begegnungszentrum Bültmannshof sondern im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum am Brodhagen.

Das aktuelle Programm finden Sie hier:

Neuer Flyer zu unserer Partnerschaft mit Quilmes erschienen

Ein Klick auf die Überschrift leitet Sie sofort zum neuen Flyer zu unserer Partnerschaft mit neuen Bildern und Informationen weiter.

Pragreise zur Klimentgemeinde im Oktober 2018

Reisebericht, Bildergalerie und Predigt zu dieser Reise finden Sie hier.

Bibelwoche in der 1. Januarwoche 2019

Mit dem Thema "Galaterbrief: Leseversuche" kam Frau Professorin Dr. Brigitte Kahl vom 2. bis 6. Januar in unsere Gemeinde.  Einen Rückblick finden Sie hier.

Predigtreihe 2018: Die Schöpfungserzählungen im 1. Buch Mose

Gründung der Umweltgruppe Grüner Hahn

Es werden noch Interessierte zur Mitarbeit gesucht. Nähere Informationen finden Sie unter dem Reiter "Gruppen - Umweltgruppe Grüner Hahn" oder durch Klick auf den grünen Hahn.

PELUSA/CHILE

Die Unterstützung des Pelusa-Projektes wird beendet
seit fast 37 Jahren begleiten und unterstützen wir in unserer Gemeinde das Pelusa-Projekt in Santiago de Chile: bis 2006 als selbständige Bodelschwinghgemeinde und seitdem als Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde. Ganz klein wurde die Arbeit 1982 von dem Bielefelder Sozialarbeiter Franz Klement und der Nonne María del Carmen begonnen und bis heute auch mit finanzieller Hilfe unserer Gemeinde beständig weiter ausgebaut. Heute gibt es drei Zentren im Pelusa-Projekt: den Kindergarten mit Kinderkrippe, das Mädchenheim und die Altentagesstätte. Dort werden insgesamt mehr als 250 Kinder, Jugendliche und Senior_innen betreut.
In den letzten Wochen und Monaten waren die Nachrichten aus Santiago besonders positiv:
Die Erweiterung und Renovierung des Kindergartens mit staatlichen Mitteln.
Das gute Arbeitsklima in den drei Zentren und eine gute Kooperation der Zentren untereinander.
Die Ankündigung der Erhöhung der staatlichen Zuschüsse durch die neue Regierung.
Die Video-Werbung über die Arbeit im Pelusa-Projekt auf allen Metro-Stationen in Santiago.
Nach unserem Eindruck ist die Situation dort heute recht stabil.

 Ganz anders sieht es in unserem anderen Partnerschaftsprojekt in Quilmes aus. In Argentinien ist die wirtschaftliche Situation katastrophal. Der Staat hat die Zuwendungen für die Arbeit mit Kindern gekürzt und in Quilmes warten sie oft wochenlang auf die zugesagten Gelder. Die Gehälter für die Mitarbeiter müssen aber bezahlt werden, und die Kinder brauchen dringend ihre tägliche warme Mahlzeit.

Auf Grund der geschilderten Bestandsaufnahme haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr die finanzielle Unterstützung des Pelusa-Projektes auslaufen zu lassen und alle Einnahmen aus Spenden, Kollekten und Gemeindefesten auf das Projekt in Quilmes zu konzentrieren. Dem Direktorium von Pelusa haben wir diese Entscheidung und die Begründung dafür bereits ausführlich mitgeteilt.

Inzwischen haben wir eine erfreuliche Antwort bekommen. Sie schreiben, dass sie Verständnis für unsere Entscheidung haben. Schließlich handele es sich in Quilmes um ihre geschwisterlichen Nachbarn. Und sie bedanken sich überschwänglich bei der Gemeinde für die Unterstützung in den vielen Jahren. Sie habe ganz wesentlich zum Ausbau des Projektes beigetragen.

Diesen Dank geben wir nun an Sie weiter:

Sie, liebe Gemeindeglieder, haben in großzügiger Weise diese Unterstützung möglich gemacht. Besonderen Dank auch an die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die an den Samstagen vor dem Erntedankfest die aufwendige Straßensammlung im Bodelschwingh-Bezirk durchgeführt haben.

Wir sind dankbar und freuen uns sehr über die positiven Entwicklungen im Pelusa-Projekt. Wir sind überzeugt, dass sie auch weiterhin den Ärmsten der chilenischen Gesellschaft Perspektiven und Hilfe für ein gelingendes Leben geben werden.

Gerhard Godejohann

Von 1982 bis heute haben Gerhard und Hilde Godejohann das Pelusa-Projekt begleitet. Sie haben regelmäßig Briefe geschrieben und konnten die Post aus Santiago dank ihrer Spanischkenntnisse übersetzen, in jüngerer Zeit als E-Mailverkehr. Sie haben mehrere Reisen nach Chile unternommen und den Kontakt mit den Projekt-Mitarbeitenden aufrecht erhalten, haben sich um die finanzielle Abwicklung der Spenden gekümmert und unter dem Strich eine Menge Herzblut und soziales Engagement in das Projekt gesteckt. Herzlichen Dank für Eure jahrzehntelange Treue und emotionale Verbundenheit sowie für Euren unermüdlichen persönlichen Einsatz!

 

Andreas Smidt-Schellong

 

Ein Rückblick auf unsere Partnerschaftsprojekt in Pelusa und unser Engagement dort:

Pelusa ist das spanische Wort für Flusen. Hier bezeichnet es Kinder, die in extremer Armut leben und sich wie lästige Flusen fühlen, welche die Wohlhabenden von ihrer Kleidung abstreifen. Oft haben sie keine Familien mehr, werden dort misshandelt oder sind völlig verwahrlost. Mit solchen Kindern wurde die Arbeit begonnen.

Pelusa ist ein chilenisches Kinderhilfsprojekt in Santiago - Stadtteil Macul, am Rande eines Armenviertels. In seinem Einzugsbereich befinden sich drei weitere Armenviertel.

Pelusa ist in der Trägerschaft einer Stiftung:
Fundación de Beneficencia de los Sagrados Corazones (Wohltätigkeitsstiftung der Kongregation zu den Heiligen Herzen).

Pelusa war in der Aufbauphase bis Anfang des Jahres 2003 ein Patenschaftsprojekt der Stadt Bielefeld. Es wurde von vielen Bielefelder Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden, Institutionen und Privatpersonen ideell, materiell und finanziell kontinuierlich unterstützt. In Santiago war es vor allem die kleine katholische Basisgemeinde Espiritu Santo, die sich am Anfang verantwortungsbewusst und tatkräftig für das Projekt Pelusa eingesetzt hat.

Pelusa ist ein ökumenisches Projekt. Die evangelische Bodelschwinghgemeinde hat das Projekt von Anfang an unterstützt. Die Gemeinde hat Sozialarbeiter und Zivildienstleistende in die praktische Arbeit nach Santiago de Chile entsendet. Damit war ein ständiger Informationsfluss nach Bielefeld gewährleistet. Die Begleitung und Unterstützung wird auch nach der Fusion der Bodelschwinghgemeinde mit der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde weitergeführt.

Pelusa hat mit der praktischen Arbeit vor Ort im Oktober 1982 begonnen. Am 26. Dezember 1982 wurden die ersten 7 Kinder im Pelusa-Haus aufgenommen. Mit Hilfe der Spendengelder aus Deutschland wurde das Projekt in den darauf folgenden Jahren ständig weiter ausgebaut. Die Aufbauphase ist unauslöschlich mit den Namen des Bielefelder Sozialarbeiters Franz Klement und Madre Maria del Carmen als chilenische Leiterin des Projektes verbunden.

Pelusa erhielt:
1983 ein Wirtschaftsgebäude mit Küche, Speiseraum, Wirtschaftsräumen, sanitären Anlagen und einem multifunktionalen Saal,
1985 einen Kindergarten mit inzwischen 120 Kindern,
1989 ein Mehrzweckhaus mit Werkstätten, einer Bibliothek und Arbeitsräumen,
1990 ein Gesundheitszentrum für medizinische und psychologische Betreuung. Es wird heute auch für Büro- und Arbeitsräume genutzt.
1993 wurde eine Tageskrippe für Säuglinge und Kleinkinder eingerichtet,
1998 wurde ein Altenzentrum angegliedert.
2001: Die inzwischen 36 Mädchen aus dem Pelusa-Haus ziehen um in zwei neu errichtete Häuser, in denen sie in familienähnlichen Verhältnissen leben.

Pelusa heute
Seit Ende 2004 gab es einige gravierende Veränderungen im Pelusa Projekt.
Die Arbeit sieht heute so aus:

Der Kindergarten und die Kinderkrippe
In den Kindergarten kommen täglich 136 Kinder (3-6 Jahre) und in die Kinderkrippe 20 Kinder (vom Säuglingsalter bis zu 3 Jahren). Der Großteil der Kinder kommt aus den Armenvierteln, und die Eltern zahlen keinen Beitrag. Dafür helfen sie aber bei den notwendigen Renovierungen und Verschönerungen. Seit vielen Jahren hat der Kindergarten eine erfahrene und engagierte Leiterin, die eine anerkannt gute Arbeit macht.

Das Mädchenheim
Hier leben ständig 30 bis 36 Mädchen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren altersgemischt in den beiden Häusern. Sie haben keine Familien mehr oder kommen aus sehr erschreckenden Familienverhältnissen. Im Pelusa Projekt finden sie Brot und ein Zuhause. Sie gehen zur Schule und werden von engagierten Fachkräften auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet. Fast alle benötigen psychotherapeutische Hilfe.

Die Altentagesstätte
Etwa 50 Senioren aus großer Armut und Einsamkeit finden hier, was ihnen so sehr fehlt: Gemeinschaft, Beschäftigung und das tägliche Brot. Sie treffen sich in einem Haus in der Nähe des Projektes, das von der Kommune zur Verfügung gestellt wurde. Für Seniorenarbeit gibt es in Chile kaum finanzielle Unterstützung. Aber mit viel Liebe wird diese Arbeit trotz aller Schwierigkeiten weitergeführt.