Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Bielefeld - Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum

Bibelwoche

Seit 1961 trifft sich ein Kreis, um die Bibelwoche im Januar des folgenden Jahres vorzubereiten.

Wir sind Frauen und Männer, die an Bibelarbeit interessiert sind. Wir möchten gemeinsam für uns Neues in den alten Texten entdecken. 

Außerdem wollen wir die lange Tradition der Bibelwoche weiterführen und sind bereit, die Organisation zu übernehmen.

Wer also Lust hat, schon im Vorfeld über Bibeltexte der nächsten Bibelwoche zu diskutieren, und sich eventuell auch in die Planung einbringen möchte, ist herzlich eingeladen dazu zu kommen.

Die Termine stehen in der Gemeindezeitung und auf der Homepage unserer Gemeinde. 

Nähere Informationen bei Dietlinde Anger

Bibelwoche 2019 Galaterbrief: Leseversuche. „Da ist nicht jüdisch noch griechisch…“ (Gal 3,28)

 

 

 

Ein Rückblick 

„Da ist nicht jüdisch noch griechisch…“ (Gal 3,28)

Dieses Jahr war der erste Abend der Bibelwoche bereits am zweiten Tag des neuen Jahres, trotzdem kamen viele ins Gemeindehaus.

Unsere Referentin Professorin Dr. Brigitte Kahl hatte den weitesten Weg, sie kam aus New York zu uns. Im Gepäck hatte sie interessante Bibelarbeiten.

Der erste Abend überraschte uns mit Bildern vom Pergamonaltar und Informationen zur Herkunft der Galater. Kaum jemand im Saal wusste vorher, dass es Kelten und Gallier aus Mitteleuropa waren, die ab dem 3. Jahrhundert vor Christus in Kleinasien lebten. In unserem Sprachgebrauch heute sagen wir Immigranten zu Menschen mit diesem Hintergrund. Auch zur Zeit des Paulus hatten diese es schwer, und ihnen schrieb der Apostel Paulus einen Brief.

Dieser Brief des Paulus nun brachte jeden Abend eine große Bibelwochengemeinde zusammen. Brigitte Kahl referierte, erklärte und ging auf Anfragen ein. 

Wie in all den Jahren vorher führten uns Dörte Melzer und Manuel Köhring sicher mit Bratsche und Flügel durch manch neues Lied.

Längst gehört das Feierabendmahl am Samstag untrennbar zur Bibelwoche. Beendet wurde die Woche mit dem Sonntagsgottesdienst, der wie immer musikalisch vom Posaunenchor Sudbrack begleitet wurde.  Die Predigt am Sonntag beendete Brigitte Kahl mit den Worten: „Wir brauchen die Gnade Gottes, sonst gehen wir gnadenlos unter“.

In der Bibelwoche können wir jedes Jahr begleitet von unseren Referent_innen Bibeltexte mit einem neuen Blick lesen. Das ist sehr spannend und bereits jetzt laden wir ein zur nächsten Bibelwoche im Januar 2020. Nach den Sommerferien gibt es ein oder zwei Abende zur Einführung in das neue Thema und einen Abendgottesdienst. Das Thema und die Termine stehen rechtzeitig in der Gemeindezeitung und sind auf der Homepage der Gemeinde unter Gruppen/Bibelwoche zu finden.

 Dietlinde Anger

Den Einladungsflyer zu dieser Bibelwoche mit den Themen der einzelnen Veranstaltungen finden sie hier.

Bibelwoche 2017: Gewalt in Gott? Über den Umgang mit heiligen Schriften - Ein Rückblick

Zum 7. Mal konnten wir als Referenten unserer Bibelwoche Prof. Dr. Ed Noort aus Groningen begrüßen. Wir hatten ihn gebeten, mit uns zum Thema Gewalt in der Bibel zu arbeiten, denn mit biblischen Texten, in denen Gewalt stattfindet oder beschrieben wird, haben wir so unsere Schwierigkeiten.  

Wir lesen in der Bibel einerseits vom liebenden und gnädigen Gott, andererseits wird er aber auch gewalttätig und kriegerisch beschrieben. Unsere Frage war, wie können wir das verstehen? 

Da waren die Texte in ihrer Unterschiedlichkeit zu erkennen, wie zum Beispiel Gesetze, Gebete, Prophetie, Erzählungen oder auch Chroniken. Wie lebten die Menschen, was musste ihr Glaube aushalten und wie gaben sie ihn weiter?

Am ersten Abend gab uns Ed Noort mit auf den Weg “Wir Menschen reden von Gott, auch wenn wir sagen, Gott redet zu uns, sind wir es, Menschen, die das sagen. Das soll uns vorsichtiger machen beim Formulieren von absoluten Wahrheiten und Sicherheiten, aber zugleich auch Mut machen. Wir dürfen und sollen es wagen, weiter von Gott zu reden, wie auch die biblischen Schriftsteller es lange vor uns gewagt haben.“

Es war eine spannende gute erste Woche im neuen Jahr. Das Glatteis am Samstag hinderte manche daran zu kommen, aber zum Abschlussgottesdienst am Sonntag traf sich wieder eine große Gemeinde.

Wie in den Jahren vorher lebte die Wochen von allen, die sich daran beteiligten, neben dem Referenten Prof. Dr. Ed Noort und den abendlichen Zuhörern möchte ich stellvertretend für alle, denen unser Dank gilt, unsere Musiker nennen: Dörte Melzer und Manuel Köhring, die wunderbar durch das gemeinsame Singen führten,

Rune Mc Callum, der uns am Samstag mit Geigensoli erfreute und den Posaunenchor Sudbrack, der seit 1961 in jedem Abschlussgottesdienst musizierte.

Wer die Predigt nachlesen möchte, findet sie hier.

Dietlinde Anger

Hunger im Neuen Testament - Rückblick auf die Bibelwoche 2016

Prof’in Dr. Luzia Sutter Rehmann

Hunger im Neuen Testament

Pünktlich zum Bibelwochenbeginn wurde es winterlich kalt und sehr glatt. Darum haben sich einige am ersten Abend für die eigenen vier Wände entschieden. Aber das war nur am ersten Abend. 

Das Thema und die Referentin Prof’in Dr. Luzia Sutter Rehmann, von der wir in der Vorbereitung bereits vier Radioandachten gehört hatten, führte wieder eine große Bibelwochengemeinde in unserem Gemeindezentrum zusammen.

Es war spannend beim Lesen und Hören bekannter Texte den Hunger der Menschen vor Augen zu haben. „Wir, die wir wohlgenährt sind, lesen normalerweise aus der Perspektive der Satten“, erklärte Luzia Sutter Rehmann.

Hunger durchzieht biblische Texte wie ein roter Faden. Wir kennen die Geschichten von Abraham und Sara, von Josefs Brüdern, die in Ägypten Getreide kaufen, von Rut, die auf dem abgeernteten Feld Ähren sucht, aber auch die Geschichte von Jesus, der mit seinen Jünger_innen am Sabbat am Feld Ähren rupft, um die Körner zu essen. Von den ersten Gemeinden lesen wir, dass es Streit um das Essen gab. Manche Sklav_innen konnten erst zu den Versammlungen kommen, wenn die anderen schon gegessen hatten und nichts mehr übrig war. 

Und heute in unserer Gegenwart entdecken wir überall Hunger. Wir müssen nur genau hinsehen. Damals wie heute machen sich Menschen auf den Weg, um etwas gegen ihren Hunger zu unternehmen.

Die Menschen, die mit Jesus unterwegs waren, kannten Hunger sehr genau. Luzias Sutter Rehmann sagt: „Die Jesusbewegung beginnt als Bewegung der Hungrigen.“

Am Sonntag nach dem Gottesdienst blickten wir zurück auf eine Woche mit spannenden Vorträgen der Referentin, auf fröhliches Singen mit Dörte Melzer und Manuel Köring, viele gute Gespräche, leckere Brote, von den Frauen der Weltgebetstagsgruppe vorbereitet, und einen gelungenen Samstagabend. Besonders gelobt wurde Rune Mac Callum für sein großartiges Geigenspiel am Samstag.

Und wie jedes Jahr gab es ein großes Angebot am Büchertisch mit Gerhard Godejohann und beim Eine-Welt-Laden mit Helga Beier.

Diese Bibelwoche begleitet uns nun ins Neue Jahr. Vor den Sommerferien laden wir in der Gemeindezeitung und auf der Homepage zu Gemeindeabenden für die Bibelwoche 2017 ein. Den Flyer mit den einzelnen Themen finden sie hier.

Dietlinde Anger

Bibelwoche 2015: Eine Bibel - zwei Testamente

Eine Bibel – Zwei Testamente

Viele Menschen nicht nur aus unserer Gemeinde kamen in der ersten Januarwoche zur Bibelwoche. Zum Thema: „Eine Bibel - zwei Testamente“ hielt Prof. Dr. Frank Crüsemann die Referate und diskutierte mit uns. Es ging nicht darum, dass unsere Bibel das Alte und das Neue Testament beinhaltet, es ging darum, die Bedeutung der beiden Testamente zu verstehen.
Wenn im Neuen Testament von der Schrift zu lesen ist, ist immer die Hebräische Bibel, unser Altes Testament gemeint. Das war die Heilige Schrift für die Verfasser des Neuen Testamentes. Sie kannten diese Texte genau. Beim Lesen des Neuen Testamentes sind immer wieder Hinweise auf das Alte Testament zu finden. Es ist wichtig, das Alte Testament zu kennen, um das Neue zu verstehen. Prof. Dr. Crüsemann sagt „Das Alte Testament muss wieder die Rolle erhalten, die es zur Zeit der Entstehung des Neuen Testamentes hatte.“
Wie in den letzten Jahren waren ab 19.00 Uhr Brote und Getränke von Frauen der Weltgebetstagsgruppe vorbereitet. Eine halbe Stunde später wurde unter Leitung von Dörte Melzer (Bratsche) und Manuel Köhring (Klavier) gesungen. Es machte Freude, die alten und neuen Lieder mit zu singen.
Über die intensiven Gespräche hinaus waren das Feierabendmahl und das anschließende Essen am Samstag ein besonderes Erlebnis.
Die Zeit vor und nach den Bibelarbeiten wurde von vielen zum Einkauf am Bücherstand und im Eine-Welt-Laden genutzt. Das Angebot war riesig und verlockend.
Wie in jedem Jahr wieder unterstützten Frauen und Männer unserer Gemeinde mit viel Engagement unsere Bibelwoche, manche an jedem Tag, andere besonders am Samstag, indem sie Leckeres für das gemeinsame Essen vorbereiten.
Freitag, Samstag und im Gottesdienst haben wir eine Kollekte in Höhe von ca. 1400 € für Nes Ammim, ein christliches Dorf in Israel, zusammengelegt. Es zeichnet sich aus durch eine von vielen internationalen Bewohnerinnen und Bewohnern und ehrenamtlich Tätigen gelebte und aktive Solidarität. Die dort seit 1963 lebende Gemeinschaft fühlt sich besonders den arabischen wie jüdischen Nachbargemeinschaften verpflichtet.
Es war eine sehr intensive Bibelwoche. Wir haben zugehört, diskutiert und nachgefragt. Aus der Bibelwochengemeinde wurde der Wunsch geäußert, das Thema diese Bibelwoche in weiteren Runden zu diskutieren. Wir sind auf der Suche nach Terminen und laden dann dazu ein.

Dietlinde Anger 

Flyer zur Bibelwoche 2015 .

Bibelwoche 2014 - Psalmen beten - das Persönliche ist politisch ist messianisch

Dieses Jahr traf sich die Bibelwochengemeinde in der zweiten Januarwoche im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum, um Neues zu den Psalmen zu hören.

Dr. Ruth Poser aus Marburg, die über die Psalmen gerade für ihre Habilitation arbeitet, hatte nicht ganz leichte Kost im Gepäck. Wir lernten, dass die Reihenfolge der Psalmen nicht zufällig ist, dass es Entsprechungen, Rahmen, Zusammenhänge und Gebetswege gibt.

Das Buch der Psalmen ist eine Komposition mit langer Tradition. Wir finden Lob, Klage und Dank. Diese Gebete Israels kommen immer aus einer bestimmten Situation heraus und sind auch politisch zu verstehen. Wir können sie nicht einfach vereinnahmen, aber sie helfen uns, unsere Worte für Gebete zu finden. Wir kommen zu Gott mit all unseren Problemen und Unfähigkeiten, aber Gott braucht uns, damit seine Verheißungen erfüllt werden.

Am Freitagnachmittag konnten wir uns im Workshop in einer kleinen Gruppe mit der Referentin Vers für Vers Psalm 51 nähern. 

Nach einem festlichen Samstagabend ließ Dr. Ruth Poser am Sonntag im Gottesdienst Mose zu uns sprechen. In Psalm 103, der am Anfang und Ende darum bittet, die Lebenskraft der Betenden zu stärken, fanden wir so Zuneigung und Mitgefühl Gottes.

Zum Gelingen der Bibelwoche trugen neben der Referentin viele bei, die Frauen des Weltgebetstages und des Welt-Ladens sorgten für die Verpflegung. Mit Dörte Melzer an der Bratsche und Manuel Köhring am Flügel wurde jeden Abend eine halbe Stunde gesungen. Luise Metzler und Gerd Godejohann kümmerten sich um einen aktuellen Büchertisch. Viele bereiteten das Abendessen vor und im Gottesdienst begleitete uns der Posaunenchor unter Leitung von Sonja Ramsbrock.

Wir kamen in der Bibelwoche ins Gespräch über die Psalmen und gleichzeitig war sie wie immer ein wichtiges Gemeinschaftserlebnis.

 Dorothee Sölle schreibt:
„Esst die Psalmen. 
Jeden Tag einen. Vor dem Frühstück oder
vor dem Schlafengehen, egal.
Haltet euch nicht lang bei dem auf, was ihr komisch 
oder unverständlich oder bösartig findet, 
wiederholt euch die Verse, aus denen Kraft kommt, 
die die Freiheit, Ja zu sagen oder Nein, vergrößern. 
Findet euren eigenen Psalm. 
Das ist eine Lebensaufgabe und viel zu groß für uns, 
aber lasst euch nicht unnötig verkleinern.“

Dietlinde Anger

Bibelwoche 2013 "Richtet auf das Recht" Das Buch Amos - Ein Rückblick

Das Buch Amos füllt nur wenige Seiten in unserer Bibel, dennoch liest man es selten ganz und nur ein Text ist in die bisherigen Predigtperikopenreihen aufgenommen worden. Daraus ist nicht zu schließen, dass der Text uns nichts sagt . Im Gegenteil! Wir haben in der Bibelwoche im Januar mit Prof. Dr. Rainer Kessler erfahren: diese Texte sind noch heute ganz aktuell.

Der Prophet Amos benennt Kriegsverbrechen im Sinne des Völkerrechts, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und er prangert soziale Vergehen an. Mit Beginn des dritten Kapitels spricht er direkt Israel an.

Amos klagt die Verhältnisse an, es ist nicht Recht im Sinne Gottes, wenn die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden. Es reicht nicht, diese Anklagen nur mit Erschrecken wahr zu nehmen. Im Rückblick wissen wir, dass die Anfänge der Tora hier zu finden sind. z. B. das Gericht darf das Recht des Armen nicht beugen oder der Schuldenerlass.

Den Anklagen lässt Amos Strafankündigungen folgen, er wird aber nicht gehört, sondern vom Oberpriester Amazja des Landes verwiesen. Dennoch glaubt Amos weiter an die Rettung Israels und ruft ihm zu: “Richtet auf das Recht“. 

Am Ende seiner Predigt ermutigt uns Prof. Kessler, uns der Kritik des Amos zu stellen, damit wir seine Hoffnung teilen können.

Immer wieder wurde im Gespräch die Aktualität der Amostexte sichtbar, wirtschaftliche Ungleichheit, Verarmung, Korruption im Rechtswesen, darüber ist auch heute zu sprechen und es sind Schlussfolgerungen zu ziehen. Es reicht sicher nicht zu sagen, die Strukturen sind halt so.

„Richtet auf das Recht“, dieser Titel der Bibelwoche könnte so ein guter Vorsatz für das gerade begonnene Jahr sein.

Bereits jetzt beginnen wir mit den Planungen der nächsten Bibelwochen und laden herzlich ein zum nächsten Treffen am 4.Februar um 20.00 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum am Brodhagen.

Dietlinde Anger

Jubiläum 50 Jahre Bibelwoche

2011 konnten wir die 50. Bibelwoche feiern. Dazu ist diese Festschrift erschienen, die Sie im Gemeindebüro erwerben können.
Nach einem Klick auf die Überschrift können Sie schon einmal einen Blick in die Festschrift werfen.

Neuer Flyer zu unserer Partnerschaft mit Quilmes erschienen

Ein Klick auf die Überschrift leitet Sie sofort zum neuen Flyer zu unserer Partnerschaft mit neuen Bildern und Informationen weiter.

Pragreise zur Klimentgemeinde im Oktober 2018

Reisebericht, Bildergalerie und Predigt zu dieser Reise finden Sie hier.

Bibelwoche in der 1. Januarwoche 2019

Mit dem Thema "Galaterbrief: Leseversuche" kam Frau Professorin Dr. Brigitte Kahl vom 2. bis 6. Januar in unsere Gemeinde.  Einen Rückblick finden Sie hier.

Predigtreihe 2018: Die Schöpfungserzählungen im 1. Buch Mose

Gründung der Umweltgruppe Grüner Hahn

Es werden noch Interessierte zur Mitarbeit gesucht. Nähere Informationen finden Sie unter dem Reiter "Gruppen - Umweltgruppe Grüner Hahn" oder durch Klick auf den grünen Hahn.