Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Bielefeld Matthäuskirche

Paul Speratus

Paul Speratus 

geb. 1484 in Rötlen bei Ellwangen (Jagst), gest. 1551 in Marienwerder,

war katholischer Priester, dann evangelischer Prediger, Reformator und Liederdichter.

Speratus war Doktor sowohl der Theologie als auch der Rechte und der Philosophie. Außerdem bekam er den Titel eines päpstlichen und kaiser-lichen Hofpfalzgrafen verliehen. Vor seiner Hinwendung zur Reformation war er von 1514 bis 1520 Priester in Salzburg, noch 1520 wurde er Dom-prediger in Würzburg. Schon hier vertrat er die Lehre Martin Luthers und musste fliehen, nachdem er sich zur Aufgabe der Ehelosigkeit entschlossen hatte.

Dieses Schicksal widerfuhr ihm anschließend auch in Salzburg. In Wien wurde er nach einer Predigt am 12. Januar 1522 im Stephansdom, in der er das Zölibatsgelübde angriff, sogar als Ketzer exkommuniziert. 

Im mährischen Iglau fielen seine reformatorischen Predigten endlich auf fruchtbaren Boden, der Rat der Stadt gab ihm eine Pfarrstelle. Bald aber wurde er auf Betreiben des Bischofs von Olmütz verhaftet und zum Feuer-tod verurteilt, jedoch unter der Bedingung begnadigt, das Land zu verlassen.

Über Wittenberg gelangte er 1524 als Hofprediger nach Königsberg. Von 1530 bis zu seinem Tod war er einer der ersten lutherischen Bischöfe von Pomesanien in Marienwerder in Preußen.

Paul Speratus ist der Dichter des Kirchenliedes Es ist das Heil uns kommen her (EG 342), das bereits in Luthers Achtliederbuch von 1523 enthalten ist.

Reformationslied „Es ist das Heil uns kommen her“ von Paul Speratus:

1 Es ist das Heil uns kommen her von Gnad und lauter Güte; die Werk, die helfen nimmermehr, sie können nicht behüten. Der Glaub sieht Jesus Christus an, der hat für uns genug getan, er ist der Mittler worden.

2 Was Gott im G'setz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhob sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten; vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom G'setz erfordert allermeist; es war mit uns verloren.

3 Doch musst das G'setz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben. Drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle.

4 Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte. Nicht mehr denn: »Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du hast für mich bezahlet.«

5 Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen. Nun sagst du, dass kein Mensch verzag – das wirst du nimmer lügen – : »Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himmel erkauft, dass er nicht werd verloren.«

6 Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; der Glaub gibt einen hellen Schein, wenn er die Werk nicht lasset; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren.

7 Die Werk, die kommen g'wißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wolltst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk, die sind des Nächsten Knecht, dran wir den Glauben merken.

8 Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Guttat willen Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist. Der woll mit Gnad erfüllen, was er in uns ang'fangen hat zu Ehren seiner Majestät, dass heilig werd sein Name;

9 sein Reich zukomm; sein Will auf Erd g'scheh wie im Himmelsthrone; das täglich Brot noch heut uns werd; woll unsrer Schuld verschonen, wie wir auch unsern Schuldnern tun; lass uns nicht in Versuchung stehn; lös uns vom Übel. Amen.

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