Jonas Berufung und Flucht - Jona 1 - 4.8.2013 - Pfarrer Ulrich Wehmann

Kinderbibelwoche 2005 in der Matthäuskirche

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit uns allen. Amen.

Liebe Gemeinde!

Klaus-Peter Hertzsch, Studentenpfarrer und Theologieprofessor in Jena, war ein hochkreativer Mann. Vor über 40 Jahren setzte er Bibeltexte in Reime, auch das biblische Buch „Jona“.

Hertzsch nannte seine Texte „biblische Balladen“.

Die Ballade von Jona begann so:

Wie schön war aus der Fern und Näh, wie schön war die Stadt Ninive!
Sie hatte Mauern stark und dick. Die Wächter machten Blasmusik.
Ein Stadttor war aus blauen Ziegeln – mit schwerer Tür und goldenen Riegeln,
davor zwölf bärtige Soldaten von einem Bein aufs andre traten.
Die Häuser waren schön und bunt – die Türme spitz, die Türen rund.
Man konnte dort drei Tage wandern – von einem schönen Platz zum andern.
Die Bäume blühten in den Straßen – auf denen bunte Vögel saßen.
Da gab es Teiche, voll von Fischen – auch schönen goldenen dazwischen.
Die Kinder rannten um die Ecken – und spielten Haschen und Verstecken.
Dem König selbst gefiel es dort – er wohnte darum auch am Ort.
Es gab ein goldenes Schloss für ihn – das glänzte, wenn die Sonne schien.
Und abends auf den Mauerzinnen – da sangen oft die Sängerinnen.
Es standen Kühe in den Gärten – wohin sie die Besitzer sperrten.
Auch sah man kleine Schafe weiden ; die blökten freundlich und bescheiden.
Und Gott sah aus von seiner Höh – und sah auf die Stadt Ninive.

Die schöne Stadt, sie macht’ ihm Sorgen. Die Bosheit blieb ihm nicht verborgen.
Da tranken sie. Da aßen sie. Die Hungernden vergaßen sie.
Der König schickte die Soldaten; die plünderten in fremden Staaten.
Und ihre schönen bunten Kleider – die nähten eingefangne Schneider.
Gott sprach, nachdem er das gesehen: „Nein – so kann’s nicht weitergehen.“
Und sprach: „Wenn sie sich nicht bekehrt, wird bald die schöne Stadt zerstört.“
Und Gott sah aus von seiner Höh – und sah auf die Stadt Ninive.

Dann ließ er seine Blicke wandern – langsam von einem Land zum andern.
Sah Wald, sah Meer, sah das, sah dies – sah einen Mann, der Jona hieß.
„Los Jona“, sprach der Herr, „nun geh – auf schnellstem Weg nach Ninive!
Sag ihr mein Wort! Sei mein Prophet, weil es dort leider übel steht.
Da hilft nur eine kräft’ge Predigt – sonst ist die schöne Stadt erledigt.“
Doch Jona wurde blass vor Schreck – und sagte zu sich:“ Nichts als weg!
Ich lösch mein Licht, verschließ mein Haus.- Ich mach mich fort. Ich reiße aus.“

Wer war dieser Jona, der sich weigert, Gottes Auftrag zu erfüllen?

Jona, der Sohn des Amittai, entstammt einem kleinen Ort bei Nazareth und war nach dem 2. Buch der Könige ein Prophet in Israel – etwa im Jahr 780 vor Christus.

Unsere Jona-Geschichte spielt sich aber 400- 450 Jahre später ab, als Israel von den Persern beherrscht wurde. Nach der Blütezeit Israels unter David und Salomo spaltete sich das Land in ein Nord- und ein Südreich. In dieser Zeit wirkte der Jona aus dem 2. Königebuch im Nordreich.

Danach kamen die Assyrer, die den Vorderen Orient beherrschten. Die Assyrer zwangen den eroberten Völkern ihre eigene Staatsreligion auf. Ihnen folgten die Babylonier, die Jerusalem und den Tempel zerstörten und die sog. „Oberen Zehntausend“ in die Verbannung führten. Hier konnten aber die Israeliten ihre Religion ohne Beeinflussung praktizieren.

Den Babyloniern folgten die Perser, die den Verbannten die Rückkehr nach Jerusalem erlaubten. Den Persern ging es nur um Steuereinnahmen, also um Gewinn. Die religiösen Besonderheiten der eroberten Völker wurden hingegen respektiert. Ja – sogar eine gewisse Eigenständigkeit bei der Regierungsarbeit war möglich. Esra und Nehemia waren persische Statthalter in Israel, die aber alles taten, um den Glauben an Jahwe neu zu stärken. Sie verwarfen alle Ehen mit nichtjüdischen Frauen. Sie untersagten alle Glaubensformen, die jüdische Traditionen mit heidnischen Vorstellungen vermischten. Israel sollte wieder einen klaren Kurs erhalten – ohne Seitenblick auf die Religionen der anderen Völker. Politisch musste man die Perser respektieren, religiös gesehen waren aber alle Fremdvölker Feinde des Glaubens. Esra und Nehemia suchten also mit einer gewissen Strenge Abstand und Abgrenzung zu allem, was sich mit der Thora, dem Gesetz Israels nicht vereinbaren ließ. Sog. „Fremdvölkersprüche“ stellten die nichtjüdischen Völker oft unter Fluch und Bann.

Das war der Ausgangspunkt für eine neue theologische Avantgarde, für eine neue theologische Gruppe in Israel, die sich gegen diesen Kurs der Abgrenzung stellte.

Aus der Feder dieser Gruppe stammt z.B. das Buch RUTH, über das wir Pfarrkollegen im vorletzten Sommer gepredigt haben. Ruth ist eine Moabiterin, die zeigt, dass man sich auch als Fremde dem Gott Israels in großer Treue zuwenden kann. Und dieser Gruppe verdanken wir auch das biblische Buch über Jona.

Die jüdischen Lehrer, die uns die Geschichten über Ruth und Jona hinterlassen haben, setzten also einen neuen Akzent, um den Glauben an Jahwe – den barmherzigen Gott Israels – zu entfalten. Als meisterhafte Erzähler mit einem herrlichem Schuss Humor, den Klaus-Peter Hertzsch so wundervoll nachgezeichnet hat, als begnadete Theologen und Schriftsteller schrieben sie die Jona-Novelle als eine erzählende Predigt, wie Gott Israel im Kreis aller Völker sieht.

Gott will die Rettung aller. Gott liebt alle seine Geschöpfe – auch die heidnischen Völker um Israel herum. Deshalb will Gott auch die Umkehr aller – Umkehr in Israel und Umkehr in Ninive. Und Jahwe scheut sich auch nicht zu sagen: Jona – d.h. Israel schläft, wo es aufmerksam und wachsam sein sollte. Jona – d.h. Israel verweigert auch Jahwe seinen Dienst, wenn es nicht zum Boten der Barmherzigkeit Gottes im Blick auf die Völkerwelt werden will.

Für diese Völkerwelt steht Ninive. 

Während Jerusalem ein kleines Städtchen im Orient ist, das immer noch von den Wunden früherer Zerstörungen gezeichnet ist, ist Ninive eine Weltmetropole – prachtvoll und reich, aber auch brutal und ungerecht.

Was ist jetzt das Anliegen der theologischen Lehrer, die die Bücher RUTH und JONA geschrieben haben? Und was sollen wir heute, 2.300 Jahre später von Jona lernen?

Der Prophet Jona aus der Nähe von Nazareth lebte nicht mehr, als er der Hauptfigur unseres biblischen Buches den Namen gab. Auch Ninive als Hauptstadt der Assyrer war von den Babyloniern und Persern schon zur Ruine gemacht worden, als die Geschichte von Jona geschrieben wurde. Aber Ninive war der sprichwörtliche Ort des Egoismus, der Ort der Ungerechtigkeit und eines Lebens in Saus und Braus geblieben.

Vielleicht kann man es etwas verstehen, dass Jona vor den großen Dimensionen seines Auftrags erschrickt. Jona heißt übersetzt: die Taube. Die Taube gilt in Israel als unbedeutendes Tier. Der unscheinbare Jona lehnt Gottes Auftrag zur Bußpredigt ab. Jona fühlt sich überfordert.

Er soll ja Ninive zur Umkehr rufen. Er soll ja nicht von vornherein den Untergang ansagen. Ninive soll die Chance haben, einen Neuanfang machen zu können – denn der Gott Israels ist ein barmherziger Gott.

Aber genau das ist ja der kritische Punkt. Jona könnte sich ja lächerlich machen mit einer Strafandrohung, wenn Gott sie gar nicht durchsetzen will. Gottes Langmut und Geduld mit den Heiden könnten stärker sein als sein göttlicher Zorn. Um es ganz kurz und knapp zu sagen: mit einem barmherzigen Gott kann man keine klare Kante zeigen und einfach sagen: Schluss mit euch; aus und vorbei! Das war’s. 

Jona ist nicht nur überfordert; er stimmt mit der ganzen Linie, die Gott im Blick auf Ninive verfolgt, ganz und gar nicht überein.

Schon in dem Moment, als Jona den Auftrag erhält, denkt er deshalb sofort an Flucht.

Ninive liegt – von Israel aus gesehen – weit im Osten.

Jona besteigt in Jafo – dem heutigen Jaffa bei Tel Aviv – ein Handelsschiff nach Tarsis ganz im Westen. Mit Tarsis ist die südspanische Stadt Tartesus gemeint.

Die Überfahrt in das westlichste Mittelmeer würde ein Jahr dauern. 50 Ruderer steuerten so ein Handelsschiff. Den Fahrpreis, der sicher nicht gering war, zahlt Jona aus eigener Tasche.

Nichts wie weg!, denkt Jona. Vielleicht vergisst Gott, dass er mir einen Auftrag gegeben hat. Vielleicht übersieht mich Gott, wenn ich genau in die entgegengesetzte Richtung fahre. Gott denkt, ich sei auf dem Weg in den Osten – aber ich fahre jetzt nach Spanien in den Westen; sozusagen an das andere Ende der Welt.

Auf der Fahrt über das Mittelmeer sucht Jona das Unterste des Schiffes auf. Jona will schlafen. Und Jona schläft auch wie ein Betäubter – ja er schläft wie einer, der schon tot sein will. Das Unterste des Schiffes – hier benutzt der Verfasser das identische Wort, als wenn er vom Untersten des Grabes spricht. Und das ist die Unterwelt, der Ort der Toten.

Jona flieht und will am liebsten gleich tot sein. Kleine Kinder halten sich die Hände vor ihre Augen und sagen: ich bin nicht da. Jona liegt im Schiff und sagt: Gott, ich habe mich abgemeldet! Ich bin nicht einsatzfähig. Gib dir keine Mühe, mich zu finden; denn ich bin momentan nicht auffindbar. Adresse unbekannt!

Doch Gott lässt sich nicht von Jona die Spielregeln diktieren. Gott weiß, wo sich Jona befindet, und schickt ein Unwetter, das einem Tsunami gleicht.

Alle Matrosen beten sofort zu ihren Göttern. Zumindest im Blick auf die Vielvölkerwelt ist das Schiff eine Art Mini-Ninive. Aus aller Herren Länder kommen die Seeleute. Heute sagen wir: multinational und multireligiös. Alle beten zu ihren jeweiligen Göttern – aber einer schläft: Jona.

Der Kapitän weckt unseren Jona: „Was schläfst du? Steh auf, ruf deinen Gott an!“ Aber auch jetzt lesen wir nichts von einem betenden Jona. Jona schläft weiter, oder er sitzt passiv in der Ecke. Jona hat sich innerlich abgemeldet. Warum soll er um Rettung bitten? Am liebsten wäre er doch tot.

Die Matrosen probieren die nächsten Schritte. Wenn Rettungsgebete nicht helfen, muss es andere Ursachen für das Unwetter geben: vielleicht eine Straftat, die den Unwillen der Götter zur Folge hatte. Und wenn keiner freiwillig sagt, warum er seine Gottheit erzürnt hat, dann muss das Los entscheiden. Und das Los fällt auf Jona.

„Was ist los mit dir?“, fragt die Schiffsbesatzung. Und nun endlich redet Jona: „Ich bin ein Hebräer und fürchte den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.“

Der Gott des Himmels – das ist die Bezeichnung für den Gott Israels. Und dieser Gott herrscht über das Meer und das Festland. Aber vom rettenden Festland sind alle noch weit entfernt.

Und endlich sagt Jona auch etwas Wahres und Echtes: „Wegen meiner Person sind wir in dieses Unwetter geraten!“

Aber gleichzeitig zeichnen uns die Verfasser des Jona-Buches eine Groteske vor Augen, die die anderen jüdischen Kreise ihrer Zeit erbost haben dürften. „Was sollen wir tun?“, fragen die Seeleute. Jona sagt: „Werft mich ins Meer!“

Freundlich, geradezu vorbildlich fragen die aus Jonas Sicht heidnischen und ungläubigen Matrosen. Und Jona ins Meer werfen – das wollen sie gar nicht. Lieber rudern sie noch ordentlich – aber das Unwetter tobt nur noch umso heftiger.

Wir müssen uns das einmal klar machen: der gläubige Jona will sich als Menschenopfer zur Verfügung stellen. Aber die heidnischen Matrosen wollen gar kein Menschenopfer. Sie wollen alle retten – auch Jona. Vor allem aber: die Schiffsbesatzung will gar nicht mehr zu den jeweiligen Göttern beten. Sie spüren: dieser Jona – das ist ein undurchsichtiger Typ; aber sein Gott – dieser Gott des Himmels, der scheint für uns der entscheidende Ansprechpartner zu sein!

Nicht wegen Jona, sondern trotz Jona wenden sie sich dem Gott Israels zu und sind voller Sorge, Jona’s Gott zu beleidigen, wenn sie den treulosen Propheten ins Meer werfen.

Und Jona landet dann im Meer. Das Unwetter verschwindet – und Jona versinkt in den Fluten. Dort wollte er ja auch hin. Zumindest wollte Jona ja am liebsten sterben, um bloß nicht den Auftrag Gottes in die Tat umsetzen zu müssen.

So geht am Ende des 1. Kapitels Jonas Wunsch in Erfüllung. Wer tot ist, muss nicht nach Ninive.

Auf unserem Textblatt sehen wir für den heutigen Sonntag ein Photo aus einer unserer Kinderbibelwochen. Jona wird aus dem Schiff ins Meer geworfen.

Aber viel wichtiger als dieser Rauswurf aus dem schlingernden Schiff ist das Verhalten der Besatzung. Sie wollen Jona gar nicht ins Meer stürzen lassen. Sie wollen niemanden opfern.

Irgendwie spüren die Matrosen, dass der Gott Israels und dieser fliehende Prophet eine besondere Beziehung haben. Die Seeleute erkennen: dieser Gott des Himmels meint es ernst. Er lässt Jona auch in seinem Versteck nicht aus den Augen. Mit diesem Gott des Jona muss man rechnen – er ist keine Gottheit wie die anderen Götter der Völkerwelt. Vor allem aber – und das wird später im Jonabuch noch deutlicher: dieser Gott will Menschen gewinnen und nicht vernichten. Nicht Gott hat den Rauswurf des Jona gefordert; sondern Jona selbst will ins Meer fallen. Jona hätte ja auch Gott gegenüber seine Schuld bekennen können. Aber mit einem Schuldbekenntnis wäre er auch verpflichtet gewesen, am nächsten Hafen umzukehren, um sich dann auf den Weg nach Ninive zu begeben.

Nein – Jona wollte ins Wasser. Gott aber will niemanden ins Unglück stürzen, denn der Gott Israels ist nicht nur ein Gott für Israel, sondern für alle Völker. Deshalb sollen die Matrosen ja auch überleben. Gott ist kein Gott der Vernichtung, sondern ein Gott der Rettung für alle – und er rettet, indem er seiner Barmherzigkeit freien Lauf lässt und nicht wie ein Weltenherrscher alle unter seine Knute zwingt. Gott hat alle Menschen erschaffen und will sie in Liebe erhalten. Wer umkehrt, ob es ein einzelner Mensch oder ein ganzes Volk ist – wer umkehrt, hat Zukunft.

Israel ist Bote dieses Gottes. Aber Israel ist deshalb nicht das einzig geliebte Volk, das einen unvergleichlichen Ehrenplatz erhält, sondern weil Gott sein Volk erwählt hat, sollen durch Israel auch alle Völker an dieser Erwählung teilhaben. An dieser Stelle stehen die Theologen Israels im Disput.

Die einen wie Esra und Nehemia fordern Abgrenzung und Scheidung von den anderen Völkern; die anderen – wie die Verfasser des Jona-Buches – wollen die Fenster und Türen weit für alle Kulturen und Religionen öffnen.

Nun gibt es christliche Theologen, die sagen: sieht man also doch! Israel ist wie Jona. Gut, dass wir als Kirche die Engstirnigkeit des Jona überwunden haben!

Nein: auch wir als Kirche können wie Jona in den Tiefschlaf fallen, um ja nicht als Boten der Liebe und Gerechtigkeit Gottes auffallen müssen. Vor 75 oder 80 Jahren z.B. haben z.B. Jochen Klepper oder Paul Schneider als der „Prediger von Buchenwald“ unsäglich darunter gelitten, dass die evangelische Kirche bis auf rühmliche Ausnahmen eine schweigende Kirche war, die nur an sich selber dachte. 

Jochen Klepper hatte eine jüdische Ehefrau und vertrat mit nur ganz wenigen Theologen die Auffassung, dass Juden und Christen eng zueinander gehören. Paul Schneider erwarb sich im KZ den Respekt der atheistischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Weil er so glaubwürdig war, wurde er auch von denen verehrt, die sonst nicht viel mit einem Pfarrer zu tun hatten.

Man nennt solche Leute gerne „Nestbeschmutzer“, die die eigenen Positionen kritisch hinterfragen. Aber die Bibel zeigt uns, dass immer wieder von innen her, aus der eigenen Mitte heraus eingefahrene oder unnachgiebige Sichtweisen unter die Lupe genommen werden. Es ist ungeheuer spannend zu sehen, dass die biblischen Verfasser auch untereinander im kritischen Gespräch sind.

Da beten sie und rufen sie – die Matrosen auf dem schlingernden Schiff. Aber Jona schläft. Jeder betet seine Gottheit an – aber Jona schweigt. 

Endlich aber redet Jona: ich glaube an den Gott des Himmels.

Und obwohl Jona vorher eine absolut unglaubwürdige Figur gemacht hat, spüren alle: darum geht es! Dieser Gott, von dem Jona redet, hat uns etwas zu sagen – egal, welche Religion wir hatten; egal, welche Sprache wir gelernt haben.

Feinsinnig, heiter, mit klaren Konturen und doch liebevoll-freundlich werden uns die Verfasser des Jona-Buches zu Lehrmeisterinnen und Lehrmeistern. Nicht wir selbst sind es, die den Glauben stark machen. Gott selbst ist es, der seine Herrschaft der Barmherzigkeit durchsetzt: für uns und für alle anderen. Religiöse Selbstbezogenheit, religiöser Rigorismus – das verdunkelt die Substanz der biblischen Botschaft. Offenheit für Gottes weites Herz, der selbst das machtvolle und brutale Ninive mit den Augen der Barmherzigkeit anschaut – Offenheit für diesen Gott, der sich von den heidnischen Matrosen auf dem schlingernden Schiff finden lässt: Dies gibt uns Mut, dies gibt uns Kraft und eine weite Glaubensperspektive.

Jona versinkt in den Tiefen des Meeres. Die Matrosen verehren den Gott Israels. „Und die Leute fürchteten Gott und brachten ihm Opfer und taten Gelübde.“  So endet das 1. Kapitel. Schade, dass Jona von diesem Gebet der Matrosen nichts mitbekommen hat. 

Aber Gott hat mit Jona noch etwas vor. Ich will nichts verraten, denn die Kollegen werden über die nächsten Kapitel predigen.

In Spanien ist Jona aber nicht angekommen. Gott sei Dank!

Amen.

Konzert mit Pablo Miro in der Bodelschwinghkirche

Am Freitag, den 19. Januar 2018 gastiert der Gitarrist und Sänger Pablo Miró

mit seinem Vorrelease-Konzert "Sólo-Version" "Courage"

in der Bodelschwinghkirche, Voltmannstraße 265.
Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr, Einlass und Abendkasse ab 19.30 Uhr.
Eintritt 12,00 €/ 10,00 € ermäßigt. Im Gemeindebüro sind Eintrittskarten im Vorverkauf für 10.00 € erhältlich.

Bibelwoche im DBZ

In der zweiten Januarwoche laden wir herzlich zur Bibelwoche 2018 mir Professor Rainer Kessler zum Thema: "Ethik des Alten Testamentes" ein nähere Informationen zu den einzelnen Abenden finden Sie hier und auf dem Flyer zur Bibelwoche 2018.  

Kunstausstellung im DBZ - Textiles von Wolfgang Stracke

Das Herstellen von Textilem ist dem Menschen seit altersher ein ursächliches Bedürfnis. Die Technik, einen Faden zu spinnen und zu einem Gewebe zu vereinen, ist uraltes Handwerk. Die Arbeiten von Wolfgang Stracke – es sind Antependien, Applikationsstickereien, Webereien und Patchworkarbeiten – erhalten ihren spezifischen Ausdruck durch die sensible Materialauswahl, durch den Kontrast der unterschiedlichen Webarten und durch das Nebeneinander der Materialfarben.

Während das gemalte Bild grundsätzlich illusionistischen Charakter hat, ist das textile Wandbild greifbar im Raum. Das Material eines textilen Wandbildes verlangt nach Sinnbedürfnis in sich selbst und nicht in seiner Illusion.

Die Ausstellung ist bis März in den Räumen der Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde zu sehen.

Öffnungszeiten: Mo. 10-12 Uhr, Mi. 11-13 Uhr, Do. 16-18 Uhr, Fr. 10-12 Uhr und So. nach dem Gottesdienst (11.30 Uhr).

Die Ausstellung wird am 19. November um 11.30 Uhr eröffnet.

Baustelle Homepage

Vor kurzem wurde die Software dieser Homepage überarbeitet. Dabei wurde der Datensatz der alten Homepage übernommen. Leider klappte das nicht fehlerlos. 

Daher ist auf vielen Seiten das Erscheinungsbild dringend überarbeitungsbedürftig. Untergliederungspunkte sind oftmals nicht mehr direkt auf der Seite erreichbar und müssen über das Menüband aufgerufen werden. Und vieles mehr.

Doch eine solche Überarbeitung neben der "normalen" Gemeindearbeit  braucht Zeit. Bitte haben Sie ein wenig Geduld, bis alles auf dieser Homepage wieder so aussieht, wie wir es gerne hätten. Vielen Dank.

Predigtreihe 2017 zu Martin Luther in der Matthäuskirche

In diesem Sommer gab es in der Matthäuskirche sonntags um 10.30 Uhr eine Predigtreihe über Martin Luther. Wie in den vergangenen Jahren finden Sie die gehaltenen Predigten hier: 

30.07. "Luther und die Bibel" Pfarrer Andreas Heitland

06.08. "Luther und die Frauen der Reformation" Pfarrer Ulrich Wehmann

13.08. "Luther und die Juden" Pfarrer Andreas Smidt-Schellong

20.08. "Luther und die 95 Thesen" Pfarrer Gerhard Sternberg

 

 

 

Ich bin so frei - Luthertheater in der Bodelschwinghkirche

Bibelwoche 2017: Gewalt in Gott? Über den Umgang mit heiligen Schriften.

Vom 4. bis 8. Januar fand unsere Bibelwoche 2017 statt. Nähere Informationen finden Sie  auf unserem Flyer und im Rückblick, die Predigt vom Abschlussgottesdienst der Bibelwoche finden sie hier.

Predigtreihe 2016 zu Liedern der Reformation

Mit Ausblick auf das „Jubiläum 500 Jahre Reformation“ haben wir in diesem Sommer  der wohl nachhaltigsten „Erfindung“ der Reformation unsere Predigtreihe gewidmet, dem Gemeindegesang.

Nähere Informationen,die Themen der einzelnen Gottesdienste und die Predigten finden Sie hier

Predigtreihe 2015 zu Dietrich Bonhoeffer

Die Predigten zu unserer Predigtreihe zu Dietrich Bonhoeffer finden Sie unter Gottesdienste, Predigtreihe 2015 Dietrich Bonhoeffer

Gründung der Umweltgruppe Grüner Hahn

Es werden noch Interessierte zur Mitarbeit gesucht. Nähere Informationen finden Sie unter dem Reiter "Gruppen - Umweltgruppe Grüner Hahn" oder durch Klick auf den grünen Hahn.

Predigtreihe 2014

Unter dem Titel "Die Zukunft ist sein Land" fand in den Sommerferien 2014 vom 20.7. bis 10.8. wieder eine Predigtreihe in der Matthäuskirche statt. Nähere Infos und die gehaltenen Predigten finden Sie hier.

Die Predigten unsere Predigtreihe 2013: Jona

Die Predigten unserer Predigtreihe zum Buch Jona finden Sie ab sofort  unter Gottesdienste: Predigtreihe 2013.  

Predigtreihe Psalmen 2012

Unter Gottesdienste / Predigtreihe Psalmen finden Sie die Predigten unserer Predigtreihe in den Sommerferien 2012.